Rennsteigwanderung 2012

Rennsteigwanderung 2012

Bereits zum 5. Mal hieß es auch in diesem Jahr für unsere Achtklässler: „Mitte Mai ist Rennsteigwanderung“.
Pünktlich Montag, 8.00 Uhr machten sich 27 wanderlustige und entdeckungsfreudige Schülerinnen und Schüler mit 3 begeisterungsfähigen Lehrern unserer Schule auf Tour. Ein sehr freundlicher Busfahrer der Firma Domhardt-Reisen brachte uns nach Steinheid zum Start unserer Mammutwanderung. Am Sandwieschen ging es nach einer kurzen Belehrung und Motivationsrede frohen Schrittes los.

Trockenes, sonniges aber ziemlich kaltes Wetter begleitete uns am 1. Tag. Wir liefen auf dem legendären Rennsteig bis zur Eisfelder Ausspanne. Dort gab es die erste größere Rast, zur Freude der bereits sehr hungrigen und durstigen Teilnehmer. Frisch gestärkt ging es weiter bis zur Masserberger Turmbaude, wo wir sehr freundlich, schließlich kennt man uns dort ja schon, mit warmen Speisen und Getränken versorgt wurden. Das größte Stück des ersten Tages war schon geschafft und mit dieser Gewissheit im Hinterstübchen, ließ es sich gut und unterhaltsam weiterlaufen. Was konnte man da nicht alles ausdiskutieren: der letzte Freund, der letzte Actionfilm, die letzte Arbeit, der Streit mit den Eltern, die Konfirmations- und Jugendweiheerlebnisse und und und.

Endlich mal Zeit füreinander und bewegen tut man sich auch noch dabei. So verging die Strapaze wie im Flug und siehe da, die Jugendherberge auf dem Simmersberg, welche unser Quartier für die Nacht sein sollte, war schon in Sicht. Familie Schramm begrüßte uns aufs Herzlichste.

Mit typischem Thüringer Essen, also Bratwurst und Rostbrätel vom Grill, tankten wir bei mittlerweile herrlichstem Sonnenschein unsere leeren Energiespeicher wieder auf und siehe da, die Lust am anderen Geschlecht war wieder geweckt, Musik hören, Handy spielen, Necken und Foppen gingen wie von selbst, bis endlich die Lehrer zur Nachtruhe bliesen. Vernünftig wie Achtklässler sind, dauerte es auch nicht lange und auf dem Simmersberg kehrte absolute Ruhe ein, schließlich stand uns allen ein anstrengender Tag bevor. Ein einsamer Gast konnte es gar nicht fassen, dass es doch noch so vernünftige Jugendliche gibt.

Pünktlich 8.30 Uhr, nach dem kräftigen Frühstück, Versorgen der zahlreichen Blasen und Verpacken der Lunchpakete, machten wir uns auf die 2. Etappe. Im Gänsemarsch ging es durch die wildromantische „Gießübler Schweiz“, immer bergauf und bergab bis zum Nadelöhr. Wer da hindurch kriecht, hat ewig Glück, sagt die Legende und wer will auf so eine einmalige Chance verzichten? Also auf durchs Öhr und glücklich weiter bis zur Triniusbaude. Der Wirt war gut auf uns vorbereitet und versorgte die schon wieder hungrigen Mäuler mit Bratkartoffeln und Ei oder Bockwurst oder Goulaschsuppe, oder, oder, oder. Jetzt stand uns noch mal ein ziemlich langgezogenes Stück Rennsteig bevor, immer neben der Straße entlang bis nach Neustadt. Was macht man da?

Man singt das Rennsteiglied, bestimmt Pflanzen und Tiere am Wegesrand, schaut sich um und entdeckt den ein oder anderen komischen geraden Berg (Goldisthal). Zum Glück waren Geographie- und Biologielehrer dabei, die auf fast alle Fragen eine Antwort wussten. In Neuhaus machten wir unsere letzte Rast, Eis und Cola gab es als Stärkung für den Endspurt. Doch was war das? Der Himmel verdunkelte sich und es begann stürmisch zu regnen. Was nun? Weiterlaufen oder warten?

Wir liefen, hart wie wir sind weiter, schließlich mussten wir ja 17.00 Uhr am Bus sein. Gott sei Dank hörte es nach 30 Minuten wieder auf zu regnen und die Sonne zeigte sich noch einmal, das hatten wir uns aber auch verdient! Vorbei an der Mitte des Rennsteiges und dem Dreiherrenstein ing es nur noch bergab bis nach Allzunah, unserem Endziel. 15.30 Uhr kamen wir dort alle, zwar kaputt, aber doch ganz stolz auf uns selbst, an. Fast 50 km an 2 Tagen sind schon eine kleine Herausforderung!

Insgesamt gesehen war die Rennsteigwanderung wieder ein unvergessenes Erlebnis für alle Beteiligten. Wir hoffen, dass noch viele Schüler und Lehrer in den nächsten Jahren in den Genuss des Wanderns und Kennenlernens der Heimat kommen. Ein Dank gilt besonders den Sponsoren, die durch ihre Spenden zum Gelingen der Tour beitrugen.

Eure Tourbegleiter